Die Jugend- und Drogenberatung Wolfsburg ist Mitglied
im Fachverband Drogen und Rauschmittel (FDR),
im Paritätischen und
in der Therapiekette Niedersachsen (TKN).

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Substitution
 

Menschen mit einer Abhängigkeit von Opiaten (Heroin, Opium, Methadon, Codein etc.) können sich von dafür ausgebildeten Medizinern als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung behandeln lassen.

Behandlung | Nach den geltenden Bestimmungen besteht die Behandlung aus zwei unterschiedlichen Leistungsangeboten:
a) Die medizinisch kontrollierte Verordnung mit einem Ersatzopiat durch einen hierfür ausgebildeten Arzt. Im Raum Wolfsburg wird die Versorgung durch 4 verschiedene Arztpraxen sichergestellt.
b) Die in der Regel erforderliche Betreuung des Patienten durch befähigte Fachkräfte, in Wolfsburg durch die Jugend- und Drogenberatung.

Die medizinische Behandlung beinhaltet vorrangig die tägliche Versorgung mit dem oral einzunehmenden Ersatzopiat. In der Behandlung eingesetzt werden zur Zeit Methadon, Polamidon® und Buprenorphin (Subutex®). Der fachlich ausgebildete Substitutionsarzt überwacht die Behandlung auf der Grundlage individueller Zielsetzungen (therapeutischer Erfolg). Notwendige andere Maßnahmen sind in die Behandlung einzubeziehen. Hierzu zählt vor allem die psychosoziale Betreuung der Substituierten, an die der Substitionsarzt verweist.

psychosoziale Betreuung | Die psychosoziale Betreuung, in Wolfsburg durch Mitarbeiter der Drogenberatung gewährleistet, bestimmt den individuell notwendigen Hilfebedarf und setzt diesen, teilweise in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, um.
Hilfeformen sind Einzelfallhilfe, Gruppenangebote und Hilfen im Rahmen des "case management"*.
*Koordination und Überwachung der auf eine Person zugeschnittenen notwendigen Hilfsangebote

Dauer und Form | Die Dauer und die Form des Hilfeangebots richtet sich nach den Therapiezielen, die zusammen mit dem Patienten erarbeitet werden.
Ein vorgegebenes Therapieziel ist die Hinführung zur Beendigung der Substitution. Dieses Ziel ist meist erst nach längerer Behandlungsdauer zu erreichen.
Es ist auch möglich, während der Substitution eine ambulante Therapie in unserer Einrichtung durchzuführen, die unter Umständen auch nach § 35 BtMG eine Strafzurückstellung ermöglicht.

Zusammenarbeit und Finanzierung | In regelmäßigen Kontakten tauschen sich die Fachkräfte der Drogenberatung mit den Substitutionsärzten aus, um die medizinische Behandlung und die Betreuung aufeinander abzustimmen.
Die psychosoziale Betreuung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Finanziert wird sie in Niedersachsen vom Land und ist deshalb für den Patienten kostenfrei.

Kontakt | Wenn Sie selbst von einer Opiatabhängigkeit betroffen sind, oder als Angehöriger das Bedürfnis nach mehr Informationen haben, wenden Sie sich bitte telefonisch, per eMail oder persönlich an die Jugend- und Drogenberatung Wolfsburg.
Auf Wunsch informieren wir sie auch gerne darüber, welche Ärzte in der Region Wolfsburg Opiatsubstitute vergeben

[Aktuell]

Der Jahresbericht 2009 ist am 01.07.2010 erschienen. Sie finden ihn hier als PDF-Datei.

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