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Substanz
| Amphetamine gehören zu den synthetisch hergestellten Drogen mit
stimulierenden Eigenschaften. Sie sind verschreibungsfähig und -pflichtig
und wurden bzw. werden in der Medizin zur Behandlung von Übergewicht,
Asthma oder Erschöpfung in wechselnden Formen wie Pulver, Kapseln,
Tabletten oder Flüssigkeiten eingesetzt.
Zu den in der Drogenszene am meisten verbreiteten Amphetaminderivaten
gehört das Amphetamin-4-Methylthioamfetamin (4-MTA), das, mit diversen
Zusatzstoffen wie z.B. Milchzucker und Paracetomol versetzt, im Szenejargon
als Speed oder Pep bezeichnet wird.
Konsumformen | Speed bzw. Pep ist auf dem illegalen Markt meist
in Pulver- oder Tablettenform erhältlich und wird gesnieft oder geschluckt,
in seltenen Fällen injiziert.
Wirkung | Die Dosis sollte anfänglich 10 mg nicht
überschreiten. Die Wirkung setzt nach etwa 20 bis 30 min. ein (nach
einer Injektion - sofort) und dauert ca. 8 bis 12 Stunden
physisch: Vergleichbar mit dem Exstasywirkstoff MDMA bewirkt
MTA eine körperliche und geistige Aktivierung des Konsumenten. Der
Betroffene fühlt sich gestärkt, kraftvoll und von Sorgen befreit.
Erhebliche intellektuelle Leistungen sind für einige Stunden möglich.
Speed führt dem Körper jedoch keineswegs von Außen Energie
zu. Vielmehr verbraucht es die Ressourcen des Körpers bis zur völligen
Erschöpfung. Nach einigen Stunden verringert sich die stimulierende
Wirkung und ein Gefühl von Schwäche und Müdigkeit tritt
ein.
psychisch: Das Gefühl der Euphorie wird vom gesteigerten
Selbstwertgefühl und verminderten Unsicherheiten und Minderwertigkeitsgefühlen
begleitet.
mögliche Nebenwirkungen
| Der MTA-Konsum kann zu Erhöhung des Blutdrucks, Herzrasen, Zittern
der Hände aber auch zu Magenschmerzen und Übelkeit nach der
Einnahme führen.
akut: Bei höheren Dosierung verstärken sich die oben
beschriebene physische und psychische Symptome. Es kommt zu Herzrasen,
innerer Unruhe, springenden Gedanken, bis hin zu Panikzuständen.
Das nach außen gerichtete Verhalten kann in Aggressivität umschwenken,
die Selbstwahrnehmung kann sich zu einer gefährlichen Selbstüberschätzung
wandeln.
bei Überdosierung: Vergiftungserscheinungen äußern
sich in Kopfschmerzen, Zittern, rasendem Puls oder Verwirrtheitszuständen.
Außerdem können Bewusstlosigkeit und Herzrhythmusstörungen
bis hin zu Herzstillstand die Folgen sein.
chronisch: Bei regelmäßigem Gebrauch der Substanz
durch Sniefen in die Nase kann die Nasenschleimhaut dauerhaft geschädigt
werden. Die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit ist relativ
gering. Dauerhafter Gebrauch führt allerdings zu starkem Gewichtverlust
und körperlichen Mangelerscheinungen. Auch massive Schlafstörungen
und anhaltende innere Unruhe treten ein. Symptome wie Paranoia, Halluzinationen
und starke Aggressionen im Wechsel mit Depressionen sind zu beobachten.
Das Nachlassen der Wirkung wird häufig von einem vorübergehendem
depressivem Zustand begleitet. Das verleitet nicht selten zu einem Wiederholen
des Konsums. Die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit ist also sehr
groß.
Wechselwirkungen | Der kombinierte
Gebrauch mit Substanzen, die ebenfalls im Gehirn wirken (z.B. Ecstasy)
kann das Gehirn schädigen.
Um die Wirkung von Amphetaminen zu beheben werden nicht selten Beruhigungsmittel
verwendet. Dies setzt allerdings einen gefährlichen Kreislauf in
Gang, der nur schwer zu durchbrechen ist. Dieser Mischkonsum ist sehr
risikoreich und die Wirkung kaum einschätzbar.
Es gibt bislang keine langfristigen Untersuchungen zum kombinierten Gebrauch
mit Genussmitteln wie Alkohol, Nikotin, Koffein. Eine Gefahr für
die Gesundheit kann in diesem Fall nicht ausgeschlossen werden.
Safer Use |
Bei den Vorerkrankungen der Organe, bei Herzgefäßerkrankungen
sowie bei hohem Blutdruck, Diabetes, Epilepsie und Erkrankungen des Gehirns
(neurologisches Krankheitsbild) solltest du auf die Einnahme von Speed
ganz verzichten.
Kein Konsum in der Schwangerschaft!
Da der Reinheitsgehalt von Speed stark schwankt, ist es wichtig, dass
du deine Quelle gut kennst.
Gebrauche Speed nur in einem vertrauensvollen Umfeld und einem gefühlsmäßig
stabilem Zustand.
Nimm nicht gleich eine ganze Pille ein. Probiere erst ein Drittel oder
die Hälfte einer Tablette.
Denke besonders beim Tanzen daran Pausen zu machen und viel zu trinken
(kein Alkohol), auch wenn du keinen Durst verspürst.
Gönne deinem Körper Pause, wenn es nötig ist.
rechtliche Aspekte | Amphetamine unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz
und sind verschreibungspflichtig.
Herstellung, Handel und Besitz ohne Genehmigung sind daher strafbar.
Das führen von Fahrzeugen unter dem Einfluss von Amphetaminen ist
verboten.
Nachweisbarkeit: im Blut wenige Stunden, im Urin 24 bis 30 Stunden.
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