Angehörigenberatung

Angehörige kommen meist aus folgenden Gründen zu uns:

Suchtmittelkonsum

  1. Sie sind unsicher, ob jemand im sozialen Umfeld Probleme mit dem Konsum von Suchtmitteln hat
    oder
  2. sie wissen bereits, dass es Suchtmittelkonsum im unmittelbaren Umfeld gibt, wissen aber nicht, wie sie damit umgehen sollen.

Glücksspiel

  1. Sie sind unsicher, ob jemand im sozialen Umfeld sein Glücksspiel noch kontrollieren kann
    oder
  2. sie wissen bereits, dass es große Probleme durch das fortgesetzte Spielen gibt, wissen aber nicht, wie sie damit umgehen sollen.

Medienkonsum

  1. Sie sind unsicher, ob jemand im sozialen Umfeld PC / Handy und Internet noch angemessen nutzt
    oder
  2. sie wissen bereits, dass es große Probleme durch die massive Mediennutzung gibt, wissen aber nicht, wie sie damit umgehen sollen.

Sie sind unsicher

"Vorglühen", "Kiffen", "Zocken" u.ä. sind Schlagwörter, mit denen Angehörige konfrontiert werden und die sie möglicherweise beunruhigen.* Vor diesem Hintergrund reagieren sie bei Familienangehörigen oder Partnern sensibel auf Verhaltens- oder Wesensänderungen, ungewöhnliche Utensilien im Zimmer, finanzielle Probleme, extreme soziale Veränderungen u.ä..
In derartigen Situationen kann unser Beratungsangebot genutzt werden, um Fragen zu stellen, Sorgen zu berichten, Ängste auszusprechen und sich Rat zu holen.

Sie wissen es

Bestehen keine Zweifel mehr am Drogenkonsum / am problematischen Medienkonsum oder Glücksspiel, kann das Beratungsangebot genutzt werden, um einen persönlichen Umgang mit dem Suchtmittelkonsum / Verhalten im sozialen Umfeld zu finden, der es ermöglicht, Raum für eigene Bedürfnisse zurück zu gewinnen und Verantwortlichkeiten neu zuzuschreiben.

Problematischer Suchtmittelkonsum / problematisches Verhalten entsteht in einem dynamischen Prozess, an dem viele Einflussfaktoren beteiligt sind. In diesen Prozess werden Angehörige miteinbezogen und sehen nur begrenzte Möglichkeiten, auf den Verlauf Einfluss zu nehmen. Durch die enge Beziehung zum Betroffenen sind die Angehörigen mitbetroffen und fühlen sich mitverantwortlich, fühlen sich schuldig, hilflos, ausgeliefert.

Die Inhalte der Beratung sind sehr individuell und werden mit den Angehörigen gemeinsam erarbeitet und ihren persönlichen Bedürfnissen angepasst.

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*Hinweise für Eltern, die nicht sicher sind, ob ihr Kind Drogen konsumiert oder Medienabhängig ist, finden Sie hier.