MPU-Vorbereitung

eine suchttherapeutische Maßnahme für Konsumenten illegaler Drogen

Wer Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) konsumiert oder von ihnen abhängig ist, gilt als ungeeignet ein Fahrzeug zu führen. Dies führt dazu, dass Kraftfahrern mit aktenkundigem Drogenkonsum in der Vorgeschichte der Führerschein entzogen oder nicht erteilt wird.

Voraussetzung für die Erlangung oder Wiedererteilung der Fahrerlaubnis ist dann oft eine so genannte Medizinisch-Psychologische Untersuchung (im Folgenden MPU abgekürzt).

Verhaltensänderung als Ziel

Um erneut Verkehrsauffälligkeiten im Zusammenhang mit Drogen zu vermeiden, gilt es, grundlegende Problemeinsicht durch Änderungen von Einstellung und problematischen Verhaltensweisen zu finden.

Wichtigste Verhaltensänderung ist die Beendigung jeglichen Drogenkonsums und die Hinterfragung des Alkoholkonsums. Damit im Zusammenhang stehende Konflikte und/oder Probleme müssen aufgearbeitet werden. Die Beendigung des Drogenkonsums muss nachvollziehbar stabil sein (ausgewogener Lebensstil und Rückfallvorbeugung).

Es geht also nicht um Einübung einer geschickten Präsentation und Argumentation, sondern um eine ganz individuelle Aufarbeitung der Lebens- und Konsumgeschichte.

Inhalte

Eine MPU besteht aus folgenden Untersuchungsteilen: Dem medizinischen Teil, dem Reaktionstest am Computer und dem psychologischen Gespräch. Im Mittelpunkt des Kurses steht die Vorbereitung auf das psychologische Gespräch in Einzel- und Gruppensitzungen.

Die Gruppe kann dazu beitragen, Ängste abzubauen, problematische Denkweisen besser zu erkennen und in offener Diskussion zu hinterfragen. Einstellungs- und damit Verhaltensänderungen werden durch die Gruppenarbeit erleichtert.

Kursablauf

Der Kurs umfasst Einheiten in Gruppen- und Einzelarbeit: 3-5 Einzelgespräche je nach Komplexität im Einzelfall und 7 Gruppenabende mit 2x 50 Minuten. In der letzten Gruppenstunde wird das Teilnahmezertifikat überreicht, welches als Nachweis einer fachlichen suchttherapeutischen Maßnahme gegenüber der MPU-Einrichtung dient.

Eine enge Zusammenarbeit mit der Führerscheinstelle Wolfsburg, dem TÜV Nord, dem TÜV Hessen, der pima-mpu und der Verkehrspsychologin Ilka Kuske ermöglichen die Klärung individueller Sachverhalte in Absprache mit der/dem Gruppenteilnehmern/in.

Die Teilnahme am Kurs ist nur nach einem kostenlosen und unverbindlichen Informations­gespräch möglich. Für die Kursteilnahme wird eine Gebühr von 350.-Euro im Voraus erhoben.

Kostenloses Informationsgespräch

Anmeldungen zu einem unverbindlichen und kostenlosen Informationsgespräch nimmt die Beratungsstelle entgegen. Hier können Sie auch erfahren, wann der nächste Kurs beginnt.